Weltumsegelung 3.0 – mit Hightech und digitaler Schnitzeljagd ab August 2013 um den Globus

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Ein Interview mit dem Weltumsegler, Skipper und Initiator der espotoworldtour, Michael Haufe

Potsdam, Juni 2013 – Um die Welt gereist sind schon viele. Gesegelt auch. Aber wer leitet zeitgleich eine Firma, animiert als Skipper seine Crew und löst Rätsel nebenbei? Und wer lässt sich bei all seinen Aktivtäten und Abenteuern an Bord auch noch beobachten von jedermann?

Das kann bisher nur einer von sich behaupten: Michael Haufe, geschäftsführender Gesellschafter der Teamgeist GmbH, der als Experte für teambildende Events 40 Mitarbeiter beschäftigt. Er ist der Ideengeber der TABTOUR, der digitalen Schnitzeljagd und das Oberhaupt der Mannschaft.

Auf der Weltumsegelung kann ihn jeder in Etappen begleiten, auch, wenn man nicht mit an Bord ist. Via Social Media: Blogs, Twitter, Youtube und der Cloud ist es möglich, die Crew zu beobachten, zu verfolgen und jederzeit Kontakt mit ihnen aufzunehmen. Michael Haufes Segelweltreise steht ihm bald bevor. In wenigen Wochen, am 8. August  soll es ab Warnemünde losgehen: 720 Tage, 38.000 Seemeilen, 3 Ozeane, 5 Kontinente, 1 Millionen Rätselpunkte und jede Menge Spaß und Abenteuer erwarten ihn. Espoto wollte mehr wissen und fragte nach.

espoto®: Wie kamst Du auf die Idee einer Weltreise mit der Segelyacht?

Michael Haufe: Seit dem ich denken kann, bin ich sportlich auf dem Wasser unterwegs. Angefangen hat alles auf einem Surfbrett. Jetzt steuere ich eine 15 Meter Segelyacht – mittlerweile schon mehr als 17 Jahre. Ich war oft auf der Ostsee und im Mittelmeer unterwegs. Berufsbedingt nahm ich häufig gestresste und überarbeitete Unternehmer, Firmenchefs und Vorstände mit, die mich immer wieder mit dem Thema Weltreise, Aussteigen und Auszeit konfrontierten. Dieses Thema ist erst vor etwa drei Jahren interessant geworden.

espoto®: Was war der Auslöser?

Michael Haufe: Unsere Firma Teamgeist befindet sich in einer Umbruchphase. Wir erweitern unser Angebot und setzen einen starken Fokus auf den IT-Bereich. Das war ein großer Impuls für mich. Da ist die Weltumsegelung eine Art Abschluss vom Alten und Beginn einer neuen Ära, die sich nennt „Mit der Cloud um die Welt“. Die Reise ist ein Symbol der Internationalisierung der Marke espoto. Über die Cloud werde ich von den Ozeanen dieser Welt den Kontakt zur Firma halten und strategische Fragen beantworten.

espoto®: Du steuerst also nicht nur das Schiff, sondern auch Dein Unternehmen von hoher See aus. Ist das technisch überhaupt möglich? Und was heißt mit der Cloud um die Welt, was verbirgt sich dahinter?

Michael Haufe: Technisch ist heute fast alles möglich. Das fasziniert mich immer wieder. Es ist erstaunlich, wie gut ausgebaut die Kommunikationsnetze in den entlegensten Ländern sind. Wenn wir uns nicht in Festlandnähe befinden, steht uns eine Satelliten-Verbindung eines großen Telefonanbieters zur Verfügung. Wir können Daten wie E-Mails, Bilder, kleine Videos austauschen, im Internet surfen, und telefonieren. So halten wir den Kontakt nach Hause, in die Region Berlin Brandenburg, aber auch mit allen, sich für uns interessieren. Ich kann mich auch jederzeit in den Firmenserver einwählen und arbeiten. Und mit genau solch einem System beschäftigen wir uns in der Firma seit einigen Jahren. Es ist ein System, auf das die Mitarbeiter von allen Standorten aus miteinander vernetzt, egal wo sie sich befinden. Das nennt man cloudgestütztes Arbeiten, das ist das Arbeiten der Zukunft.

espoto®: Das heißt im Umkehrschluss, dass wir daheim Gebliebenen jederzeit Kontakt mit Euch aufnehmen können?

Michael Haufe: Ja, wenn wir nicht gerade in einem anspruchsvollen Sturm stecken, oder schlafen, können wir uns mit aller Welt verbinden. Das ist sogar ausdrücklich gewünscht. Denn ein Ziel ist es, eine digitale Schnitzeljagd zu initiieren, bei der Rätselpunkte auf fünf Kontinenten gesammelt werden. Jedes Unternehmen, jede Organisation, jede Familie kann aktiv spannende Rätsel von den interessantesten Orten der Welt auf www.espotoworldtour.com einstellen und diese rund um den Globus lösen. Völlig ortsunabhängig. Wir möchten eine Millionen Punkte platzieren. Dafür haben wir einen Verfolgungstrack eingerichtet. Auf einer Karte im Internet kann man verfolgen, wo wir uns befinden. Die Yacht wird als Punkt dargestellt, der sich von Etappe zu Etappe bewegt.

Wir möchten eine Breite an Menschen begeistern, auf Reisen zu gehen oder die Crew zu verfolgen, um eine Millionen Punkte weltweit zu platzieren. Das ist eine völlig neue Form der Wissensvermittlung. Es geht uns dabei auch um gute Geschichten von Menschen, die vielleicht selber schon einmal dort waren, wo wir uns dann zu dem Zeitpunkt gerade befinden. Wir möchten Menschen entdecken und Stories erfahren und erzählen.

espoto®: Das klingt alles sehr interessant und animiert zum Mitmachen. Aber wo bleibt die Auszeit?

Michael Haufe: Ich persönlich brauche keine Auszeit. Das ist nicht der Grund, warum ich die Weltreise mache. Ich genieße es, unterwegs zu sein und trotzdem die Möglichkeit zu haben, jederzeit mit der Heimat in Verbindung zu stehen. Aber die Auszeit möchte ich gerne anderen gönnen, die mich auf der Tour einzelne Etappen begleiten.

espoto®: Aha, man kann Dich also begleiten, ein Stück Weltreise und Abenteuer miterleben.

Michael Haufe: Ja, das Projekt ermöglicht allen Interessenten die Teilnahme an einer Etappe. Insgesamt bieten wir 40 Teilstrecken an, die man buchen kann, wie einen Urlaub. Jeweils vier bis sechs Gäste können von 3 bis 365 Tage an Bord dabei. Die Internetseite www.espotoworldtour.de gibt Auskunft, zu welchem Zeitpunkt, welche Etappe gesegelt wird. Ein Ampelsystem zeigt, wie gut gebucht die Touren sind. Grün heißt, es gibt noch freie Plätze, die bei orange schon eng werden. Rot sagt, die Etappe ist bereits ausgebucht.

espoto®: Was sind gute Gründe für eine Auszeit bei Dir an Bord?

Michael Haufe: Die Anforderungen der Gesellschaft an den Einzelnen werden immer komplexer und anspruchsvoller. Dabei treten die persönlichen Bedürfnisse oft in den Hintergrund. Das Projekt espotoworldtour bietet einen „Ausstieg auf Zeit“. Wer dem Alltag für eine gewisse Zeit entfliehen möchte, um etwas Einzigartiges zu erleben, wieder zu spüren, was in einem steckt, dem bieten wir die Chance dazu. Es geht darum, die persönlichen Kräfte zu regenerieren, den eigenen Horizont zu erweitern und offen für neue Ziele zu sein.

espoto®: Was erwartet den Teilnehmer auf der Tour?

Michael Haufe: Eine große Anzahl von Revieren, Kulturen und Landschaften werden uns auf der Reise begegnen. Wir lernen viel über uns und andere, begreifen die Einzigartigkeit unserer Erde und begegnen uns selbst.

espoto®: Das klingt sehr philosophisch.

Michael Haufe: Es hat auf jeden Fall auch etwas Spirituelles an sich. Jeder Teilnehmer wird auf der Reise etwas entdecken – die Langsamkeit, die Schönheit, neue Freundschaften oder eigene Werte. Die Erfahrungen sind so verschiedenartig und vielseitig wie die Erwartungen. Nicht immer stimmen sie überein – aber immer werden sie uns prägen. Auf der Suche nach uns selbst ist der Aufbruch das Schwierigste!

espoto®: Sind professionelle Segelkenntnisse Voraussetzung für eine Teilnahme?

Michael Haufe: Nein, überhaupt nicht. Meine Gäste dürfen natürlich auch mit anpacken und die Segel setzen. Jeder bringt sich so ein wie er es möchte. Der Rest übernimmt meine erfahrene Crew. Man sollte schon mal gesegelt sein, um zu wissen, was auf einen zukommt. Also, ob mit und ohne Segelkenntnisse, jeder, der Lust auf so eine Reise hat, die 8 Tage oder auch acht Wochen dauern kann, ist herzlich willkommen an Bord der espoto Segelyacht.

espoto®: Wann startet die Reise und welche Etappen liegen vor Euch?

Michael Haufe: Die espotoworldtour startet am 8.8.2013 in Rostock im Rahmen der Hanse Sail. Nachdem wir Europa hinter uns haben, werden wir die Südsee, Karibik, Pazifik, dort Chile, Galapagos, Tahiti, Bora Bora ansteuern und weiter nach Australien, den Indischen Ozean nach Südafrika, um nur einige Stationen zu nennen. Im Internet auf espotoworldtour.com ist eine anschauliche Animation, die die Etappen wunderbar darstellt.

espoto®: Ein kurzer Exkurs zur Technologie Eures Unternehmens. Du sprachst von Umbruchphase und Fokus auf den IT-Bereich. Warum dieser Wandel?

Michael Haufe: Wir sind mit der Zeit gegangen und damit auch den wachsenden Ansprüchen unserer Kunden gerecht geworden. Das war ein wichtiger Schritt für uns. Angefangen haben wir mit teambildenden Maßnahmen im Outdoorbereich, spezialisiert auf den Segel- und Wassersport. Jetzt haben wir unser Angebot auf die neue Technologie ausgerichtet. Die Nachfrage und der Erfolg zeigen uns, dass wir goldrichtig lagen.

espoto®: Du bist Erfinder der Tabtour. Ist das Eure neue Technologie von der Du sprichst?

Michael Haufe: Ja, es ist ein Bereich davon. Wir haben die Tabtour als innovative  Teamveranstaltung entwickelt. Dabei entdecken Gruppen zum Beispiel eine Großstadt oder eine Tagung völlig neu, nämlich in Form von Rätseln. Es geht darum Punkte zu sammeln, wie eine Art Wettbewerb. Der beste gewinnt. Dies kann man mit einer digitalen Schnitzeljagd gleichsetzen, die man von jedem Standort der Welt spielen kann mit einer Gruppengröße von 2 bis 2000 Leuten.

Die Tabtour basiert auf dem Prinzip der Mobile Serious Games und gilt als eine neue Methode der Wissensvermittlung. Und eine neue Art der Teambildung, die den Anwendern einfach Spaß, weil sie gerne rätseln und die Bewegung mögen.

espoto®: Diese Idee der „espoto games“ – auch eine Art “Mobile Serious Games” – was steckt dahinter und was ist das Ziel?  

Michael Haufe:  Die von espoto® entwickelte business solution espoto game vereinfacht über eine Spielmethode komplexe Aufgabenstellungen in Unternehmen. Es werden Komplettlösungen für große Organisationen in den Feldern Strategie, Vertrieb, Sicherheit, Organisation und Personal sowie individuelle Konzepte durch den Trainer bereitgestellt. Die mobile Technologie dahinter ist cloud basiert, sie inszeniert erfolgreich und messbar die betrieblichen Ziele.

espoto®: Wie würdest Du einem Leihen, der das erste Mal davon hört, erklären, das das ist? – Zum Beispiel Deiner Mama?

Michael Haufe: (Schmunzelt) Hm, das fällt mir nicht schwer. Meine Mutter war Grundschullehrerin. Und ich würde ihr das so erklären: „Mama, Du hast damals Deinen Schülern persönlich das Zeichnen beigebracht. Heute haben Kinder die Möglichkeit, das Zeichnen am Computer zu erlernen. Fast ebenso gut, als würdest Du ihnen das beibringen. Die Welt von morgen wird sein, dass Kinder vor einem Brunnen auf dem Marktplatz in Rom stehen und diesen auf ihrem Tablet PC nachzeichnen. Gleichzeitig lernen sie über Rätsel und Fragen die Hintergründe zu diesem Brunnen kennen, wie etwa wann er gebaut wurde, warum und wer dort Schlachten geschlagen hat und was der Papst mit ihm zu tun hat.“

Die reine Vermittlung des Malens geht in eine Geschichte über, die Kinder fasziniert und mitreißt, die sich im Hirn schneller verankert. Der Lehrer wird dadurch nicht überflüssig, sondern bleibt immer ihr Begleiter, Animateur und Moderator.

espoto®: Also verändert sich die Schulform Deiner Meinung nach?

Michael Haufe: Vielleicht noch nicht sofort. Aber es bewegt und entwickelt sich. Davor sollten wir uns nicht verschließen. Es wird zukünftig eine neue Lernmethode geben, die viel lebendiger ist. Sie wird nicht mehr nur im Klassen- oder Tagungsraum stattfinden, sondern sie wird viel mobiler sein. Was den Hintergrund hat, dass Menschen im Denken und Handeln in der freien Natur ganz anders mit den Themen Nachhaltigkeit und Lebendigkeit, Aktivität und Gesundheitsvorsorge umgehen.

Ich glaube, die Zukunft ist, dass wir wieder mehr hinaus gehen und die Interaktion in und mit der Natur suchen. Wir haben den Ansatz, wie wir die Technologie, die wir nie wegdenken können, mit der Natur verbinden.

espoto® wird persönlich

espoto®: Nochmal zurück zur Weltumsegelung. Was reizt Dich an diesem Projekt am meisten?
Michael Haufe: Das Unerwartete, das nicht Planbare, die Menschen, die ich treffen werde und das Netzwerk, das ich vorhabe aufzubauen. Außerdem bin ich auf die vielen neuen Eindrücke dieser Welt gespannt.

espoto®: Du wirst Monate von Deiner Familie getrennt sein, bist meilenweit entfernt. Wie gehst Du mit der Trennung um?

Michael Haufe: Zugegeben, es fällt mir extrem schwer. Aber, wäre nur ein Familienmitglied mit diesem Großprojekt nicht einverstanden, würde ich die Tour nicht durchziehen. Allen ist bewusst, dass es eine Trennung auf Zeit ist, die wir mit den fortschrittlichen Kommunikationskanälen wunderbar überbrücken können. So werde ich meiner Tochter auf hoher See „gute Nacht“ sagen und meinem Sohn eine Geschichte vorlesen können. Außerdem werden sie im Urlaub und in den Ferien bei mir sein. Meine Frau hat zum Glück vollstes Verständnis für mein Vorhaben. Sie unterstützt mich und hält mir den Rücken frei. Dafür bin ich ihr dankbar.

espoto®: Wovor fürchtest Du Dich am meisten?

Michael Haufe: Ich bin ein ehrgeiziger Mensch, der das Projekt durchziehen und die Ziele erreichen möchte. Das schlimmste wäre, wenn ich aus einem unvorhersehbaren Grund diese Reise abbrechen muss. Das wäre ein schwer verdaulicher Niederschlag für mich.

espoto®: Was kommt nach der Weltumsegelung?

Michael Haufe: Ich setze dann auch wieder volle Energie in die Firma. Ich kann gar nicht anders. Die neue Technologie, unsere Software Mobile Serious Games faszinieren mich. Ich bin überzeugt davon, dass sie auch bei anderen gut ankommt. In die Vermarktung, in den Verkauf, aber auch in das Vorantreiben meiner Firma werde ich alle Kraft setzen. Ich möchte diese Technologie von überall in der Welt steuern und kontrollieren können und ein internationales Partnernetzwerk aufbauen. Das wird mein Ziel nach der Weltumseglung sein.

espoto®: Vielen Dank für das Gespräch, Herr Haufe. Wir wünschen alles Gute, großartige Abenteuer, unvergessliche Momente und immer eine Hand breit Wasser unterm Kiel. Ahoi!

Pressekontakt:

espoto GmbH, Steffen Lelewel, Pauline Fröhlich, Tel.: 033768 208623, presse@espoto.com, www.espotoworldtour.com, www.espoto.com

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Presseinformation „Interview Hauptsdarsteller Michael Haufe“ als Word-Dokument

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  1. espotoworldtour: "Entdeckung der Welt" auf einer Hanse 470 | SegelReporter - 4. Juli 2013

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