Heiligabend

Heiligabend mal ganz anders…

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Natürlich haben wir uns im Vorfeld einige Male gefragt, wie wird wohl unser Heiligabend in der Karibik aussehen. Heute am 1. Weihnachtsfeiertag und nach einer Überfahrt von Martinique nach St. Lucia sind wir um diese Erfahrung reicher. Genau so sah unser 24.Dezember 2013 aus:

07:00 Uhr: Thea kocht wie täglich die erste Kanne Kaffee, damit wir auch alle genügend Kraft für den neuen Tag tanken können. Uschi und Herbert stürzen sich in das türkis schimmernde Wasser der Bucht von Grande Anse d` Arlet. Wer Karibik wirklich einmal spüren möchte, der sollte diesen Ort auf Martinique unbedingt aufsuchen. Eine Bucht, so wie man sie sich in seinen Bildern im Vorfeld dieser Reise immer erhofft hatte. Vom Landweg her ist das kleine Örtchen mit seinem Strand, Palmen und den karibischen Beach Bars kaum zu finden. Die Segler haben ihn aber vom Wasserwege her längst für sich entdeckt.

08:00 Uhr: Nachdem das Leben an Board erwacht ist, machen sich Thea, Nadine und Holger auf den Weg mit dem Dinghy zum Ufer überzusetzen, um das frische Baguette für das Frühstück einzukaufen. Dies ist auch die Zeit, die alle nutzen um kurz in Richtung Heimat zu telefonieren. Jeder möchte gern noch Weihnachtsgrüße an die Familie und Freunde übermitteln.

09:00 Uhr: In der Zwischenzeit haben die anderen Crewmitglieder auch schon das Frühstück an Deck der Polaris vorbereitet und so kann nach Rückkehr der drei Einkäufer auch gleich mit der Nahrungsaufnahme begonnen werden, um sich für die Überfahrt von Martinique nach St. Lucia zu stärken. Es wird noch viel beratschlagt und Alternativen gesucht, da die Wettervorhersage nicht genau Aufschluss gibt, ob die Überfahrt wirklich umsetzbar ist. Eine Gewitterfront wird auf alle Fälle über uns hinweg ziehen und so möchte man auch ungern ein Risiko online casino eingehen. Jan erklärt bestens alle Eventualitäten und auch die möglichen Alternativen. Wenn das Gewitter abgezogen ist, soll es nach St. Lucia gehen.

10:00 Uhr: Uschi bäckt noch schnell 3 Bleche mit leckeren Plätzchen, damit wir nach unserer Ankunft in St. Lucia noch ein wenig das Weihnachtsgefühl spüren können. Die anderen Crew-Mitglieder kümmern sich derweil um alle anderen notwendigen Vorbereitungen.
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11:45 Uhr: Die Polaris ist soweit startklar, dass Gewitter durch und die Überfahrt beginnt. Wie erwartet ist die See sehr unruhig. Naturschauspiele, wie die Wal-Familie oder am gestrigen Nachmittag die ca. 40 bis 50 Delphine, die das Boot ein Stück begleiteten sind nirgends zu entdecken. Lediglich die Schnell-Fähre zwischen den Inseln und zwei einsame Fischerboote kreuzen diesmal die Route der Polaris. Kurz vor Ankunft in der Marina von Rodnay Bay auf St. Lucia wird von Jan der Beschluss gefasst, doch den Motor anzuwerfen, da eine weitere Gewitterfront sehr schnell und auf uns zusteuert. Sicherheit geht vor und es wird auch die richtige Entscheidung sein, wie wir dann bald feststellen werden. Alle freuen sich, als wir das GO aus der Marina erhalten, dass wir einen Liegeplatz am Steg bekommen. Das perfekte Geschenk für den 24. Dezember 2013. Jeder denkt nur noch an schöne Duschen, ein nettes Restaurant und all die anderen tollen Annehmlichkeiten, die man vom Lande her kennt.

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ohne Entladung
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mit Entladung

17:30 Uhr: Anlegen in der Marina von Rodney Bay. Genau in diesem Moment bricht ein karibisches Gewitter über uns hinein, dass keiner so erwartet hätte. Die kleinen Regenschauer und der Wind der letzten Tage sind mittlerweile Allen bestens bekannt, aber was nun passiert ist wirklich ein Natur-Schauspiel. Bäche von Wasser stürzen über uns hinab und Blitze ziehen am Himmel auf, die so hell aufflackern, dass sie die Augen extrem blenden. Aber all das vergessen wir für einen Moment als die duftenden Plätzchen von Uschi auf dem Tisch stehen und Alex noch leckeren Milchkaffee gezaubert hat. Jetzt zünden wir erst einmal eine Kerzen an und versetzen uns für einen Moment in den Heiligabend in Deutschland hinein. Mmmh wie schön:-).

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18:30 Uhr: Duschen haben wir an diesem Tag kurzfristig aus dem Programm gestrichen, da wir mittlerweile mehr Wasser wie gewünscht über uns ergehen lassen mussten. Als der Versuch gestartet wird das nächstgelegene Restaurant im Hafen zu besuchen, wird uns auch völlig klar, dass Schuhe defintiv überbewertet werden. Zu diesem Zeitpunkt und an diesem Fleckchen Erde ergeben sie zumindest gar keinen Sinn mehr! Egal, wir haben ein Ziel vor Augen und dieses läuft auf einen leckeren Drink und eine Mahlzeit hinaus. Um uns befinden sich nur noch Wasser überspülte Wege, die Elektrizität steht auf wackeligen Beinen und die örtlichen Hygiene-Bereiche sind längst nicht mehr begehbar. All das ist uns aber egal. Gestärkt nach Salat und Pizza geht es zurück an Board, wo ein leckerer Planteur auf uns wartet. Diese Köstlichkeit aus frischen Säften und Rum haben wir natürlich von Martinique nach St. Lucia importiert.

22:00 Uhr: Es regnet und regnet. Ein Ende ist nicht in Sicht und so langsam beginnen sich die ersten Crew-Mitglieder in ihre Betten zu verziehen. Ein Heilgabend in der Karibik geht zu Ende.

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