Weihnachten

Wir wünschen Euch allen ein schönes Fest!
image

Nachdem der Atlantik bezwungen wurde ist es nun an der Zeit, die Karibik etwas näher zu erkunden. In der zurück liegenden Woche hat sich Jan mit den kleinen und größeren Wunden, die sich die Polaris auf der ARC zugezogen hatte beschäftigt und diese bestens versorgt. Jetzt ist sie fit für die neue Crew und kann sich in die Caribean Sea begeben.

image

Am Samstag, 21.12.2013 war großer Check in. Uschi, Thea, Nadine, Holger, Herbert und Alex kamen an Board, mit bereits einer Woche Insel-Erfahrung und der Erkundung der schönsten Buchten und Häfen auf Martinique, um auch gleich voll durchstarten zu können. Der Samstag lag ganz im Zeichen der Vorbereitungsarbeiten, wie Einkauf der Verpflegung, Routenplanung u.s.w.. Der Start fand in Le Marin statt und von dort aus, so waren sich alle einig sollte es nach St. Pierre gehen. Ein kleines Dorf, dass unterhalb des Mount Pelee liegt und im Jahre 1902 durch den Ausbruch des Vulkan komplett zerstört wurde. Wo einst ca. 30.000 Menschen lebten und das soziale und kulturelle Leben der Insel stattgefunden hat, findet man heute einen kleinen verschlafenen Ort, der aber auf seine einfache und natürliche Art auch seine Reize ausübt.

image

Die Überfahrt entlang der Küste verlief ohne größere Komplikationen und hielt einige Überraschungen für uns bereit. Herbert war etwas irritiert, als er kurz vor St. Pierre eine vermeintliches Riff entdeckte, dass nirgendwo eingezeichnet war. Die aufschäumende See an dieser einen Stelle gab uns für kurze Zeit Rätsel auf, bis wir bemerkten, dass wir kein Riff sondern eine Wal-Familie direkt vor uns hatten. Das Schauspiel war natürlich das Highlight des Tages, aber auch die doppelten Regenbögen, die sich überall über den Buchten der Insel postierten, boten ein fantastisches Farbenspiel.

image

St. Pierre, auch ehemals das Paris der Karibik genannt, empfing uns direkt zum Sonnenuntergang. Nachdem der Anker gesetzt wurde ging es auf zu einem kurzen Bad in der See, bei welchem die Sonne direkt im Meer verschwand. Ein Tag auf See ging zu Ende und ein Abend im Küstenörtchen St. Pierre begann. Schnell war ein passendes Restaurant gefunden, wo wir alle, wie es sich hier auf der Insel gehört, unser Dinner mit einem Planteur starteten. Dies ist die französische Bezeichnung für einen leckeren Drink, bestehend aus frischen Fruchtsäften, Eis, Rohrzucker und natürlich Rum. Muss man, wenn man hier vor Ort ist, unbedingt probiert haben. Eine echte Empfehlung! Nach einem kleinen heimischen Menü bestehend aus lokalem Gemüse, dass uns bis dato völlig unbekannt war, sowie Fisch oder Hühnchen, schlossen wir den Abend, na ratet mal, richtig! – mit einem Gläschen Rum ab.

image

Der 23.12.2013 startete heute nicht ganz so wie erhofft. Die Regenschauer, die für die kommenden Tage angesagt sind, haben uns bereits erreicht. Weiter in den Norden zu segeln macht aktuell keinen Sinn, da dort auch heftige Gewitter angesagt sind. Der Plan liegt also darin, sich wieder zurück in der Süden zu begeben und evtl. noch einige andere Buchten zu erkunden, bevor es weiter zur Nachbarinsel St. Lucia geht. Allerdings verzögert sich unsere Abfahrt etwas, da wir nun nach einem 7tägigen Telefon-Marathon mit Air France und dem ansässigen Lieferservice die Botschaft erhalten haben, dass uns heute Mittag die vermisste Satelittenanlage in St. Pierre zugestellt wird. Und sie kam, wurde verbaut und läft wie zu Beginn. Yeah!
PS: Aktuell lacht uns wieder die Sonne an, was uns die Wartezeit etwas verschönert.

image

3 Responses to “Weihnachten”