Angekommen!

An unserem letzten Tag auf dem Wasser hatte uns der Wind dann doch noch im Stich gelassen. Wir waren also sehr froh so kurz vor unserem Ziel zu sein und nur wenige Stunden motoren zu müssen. Als ich nach meiner Nachtwache aufstand, ragten bereits riesige Felsen neben dem Schiff aus dem Wasser – ich mixte mir einen Campari. Ein schönes Bild. Angekommen an Land haben wir Ladies zur Begrüßung Hibiskusblüten bekommen und uns wurde eine Brotfrucht geschenkt, was uns vor eine neue Herausforderung stellt.
Auf dieser Insel gibt es so viele wunderschöne Blumen und Früchte. Allein 30 verschiedene Sorten Mangos wachsen hier. Auf der anderen Seite der Insel haben wir einen schwarzen Sandstrand entdeckt mit traumhafter Kulisse. Gestern haben Micha und ich die Insel auf eigene Faust erkundet und haben uns auf dem Weg zu einem Wasserfall gemacht. Der Trail wurde langsam grüner und grüner bis er fast undurchdringlich wurde, durch einen Bananenhain und durch das steinige Flussbett zum Wasserfall führte – ein schönes Erlebnis.
Die anderen Segler treffen wir hier allabendlich beim Dinner und tauschen uns über die Reise aus. Wir sitzen an richtigen Tischen und trinken aus Gläsern. Das Leben ist schön. Abends haben wir mit Polynesiern Südseebillard mit ein wenig abgewandelten Regeln gespielt und hierbei unser Französisch und Polynesisch aufgefrischt. Nous avons gagné!

York hat die Zeit auf der Insel genutzt und seine Angelausrüstung aufgestockt in der Hoffnung endlich seinen Mahi Mahi zu fangen. Viel Glück dafür! Eventuell hilft ihm sein neues traditionelles Tattoo dabei.

Morgen wird die Polaris ihre Reise zu den nächsten umliegenden Inseln langsam Richtung Tahiti fortsetzen. Wir hatten zusammen sehr viel Spaß an Bord. Unser skandinavisches Pärchen haben wir sehr lieb gewonnen. Sie sind sehr offen und interessiert für alles. Wir können jetzt ein wenig Norwegisch, haben viele spannende Geschichten gehört und einen Zumba-Tanz von Glenn erleben dürfen. Auch wenn es nicht das komfortabelste war auf dem Achterdeck bei 3 Windstärken und 3 Meter hoher seitlicher Welle abzuwaschen, hatten sie bestimmt auch so große Freude daran wie wir beim Zusehen. Wir wünschen ihnen und Micha viel Spaß auf ihrem Trip um die Welt. Und wir drücken ihnen die Daumen, dass sie endlich einen Wal sehen werden!

Nana

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