Ankunft auf den Marquesas

nachdem ich eine Nacht durchschlafen konnte bin ich heute morgen zu meiner Wache um 5 Uhr aufgestanden. Das hört sich früh an, aber ich bin gestern schon um 10Uhr ins Bett gegangen. Daher war ich Topfit und natürlich voller Vorfreude auf die Ankunft im Gebiet von Französisch Polynesien auf der Inselgruppe der Marquesas.

Unsere erste Insel ist Hiva Oa. Es ist die größte der Inseln. Hier muss man sich melden, wenn man dieses Gebiet erreicht, um sich einzuklarieren. Das bedeutet, dass die Pässe kontrolliert werden und man einen Stempel für die Einreise erhält. Das Tolle ist, dass die Inseln zur Europäischen Union gehören, da sie vor Jahrhunderten von den Franzosen besetzt wurden und Frankreich angeschlossen sind. Das heißt zu uns Europäern.

Das doofe ist, dass ich kein französisch spreche. Es ist wirklich wichtig, wenn man die Freiheit des Reisens genießen möchte, eine oder besser mehrere Sprachen zu sprechen. Es sind jetzt noch 25 Seemeilen. Wir fahren unter Motor und Segel, da der Wind nicht richtig ausreicht. Wir hoffen, kurz vor 12 Uhr anzukommen. Das bedeutet, dass wir knapp unter 18 Tage für die Überquerung des längsten Teilstückes benötigt haben. Ich bin erleichtert, das es allen gut geht und das Schiff ganz geblieben ist. Die kommenden Tage müssen wir richtig aufräumen und sozusagen Klar Schiff machen. Wir sitzen im Cockpit und sehen nach Osten. Dort wird in 30min die Sonne aufgehen. Das ist jeden Morgen, wenn man schon wach ist ein fantastisches Schauspiel. Sie geht, da wir genau nach Westen fahren im Kielwasser des Bootes auf und beleuchtet die Segel und das Boot in einem einmaligen Licht.

Man könnte etwas wehmütig werden, das es schon vorbei ist. Aber nein, wir freuen uns jetzt auf das Ziel. Im übrigen wurde hier zu Zeiten der Menschenfresser nicht wahllos Menschen aufgegessen. Es war ein Zeremoniell, welches den Köigen zu besonderen Anlässen vorbehalten war oder zu Zeiten von Überbevölkerung und Hungersnöten. Die Inseln haben eine sehr bewegte Vergangenheit hinter sich. Sie wurden mehrfach besetzt und missioniert.

Es gibt einen tollen Wissenschaftler Names Thor Heyerdhal, der eine Reise mit einem Holzfloss von Äquator nach Polynesien unternommen hat um zu beweisen, dass die Besiedlung von Südamerika aus möglich war. Ich habe es gerade gelesen. Nun genug der Landeskunde. Ich bin gespannt, was mich erwartet.

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