Aus dem Paradies ins Paradies

Der Abschied vom blühenden Blossin fällt mir schwer. Mein Zuhause fühlt sich gerade so sicher an und jetzt lasse ich mich auf ein Abenteuer ein,
bei dem ich das Ausmaß noch gar nicht begreife. Ich fliege nicht gern, habe meine Erfahrung mit Übelkeit an Bord eines Schiffes und habe 2 Kinder
dabei, die unterschiedlicher von ihren Ansprüchen aufgrund des Alters von 3 und 13 Jahren nicht sein können. Viele Grüße von meine lieben Freunden
begleiten mich, zum Abschied stellt mir meine blossiner Gang ganz heimlich ein Plakat mit den besten Wünschen vor die Tür. Noch schnell zwei
Zahnarztbesuche am Abflugtag wegen Zahnschmerzen beruhigen mich in keinster Weise, lenken aber hervorragend ab. Dann geht es los über Dubai nach Australien.

Bereits in Sydney begann das ARC World-Abenteuer für meine Kinder Anni und Aaron, mich und Roland mit einer nicht genehmigten Einreise nach Tonga.
Wie schön, wir hatten ja nur einen Hinflug gebucht und weiter geht es schließlich via Boot. Somit hatten wir keinen Nachweis der Ausreise aus
Tonga innerhalb von 30 Tagen. Aber der pfiffige Roland konnte über die Registrierung bei der ARC World die Crewlisten mit unseren Namen aufrufen.
Damit war klar, wir bleiben nicht in Tonga und wurden durchgewinkt. In Tonga war man anderer Meinung, die Papiere reichten nicht aus. Auf
Rückflug hatten wir alle nicht so recht Lust. Von einem kräftigen Herren in Rock (typisch Tonga) erhielten wir dann gegen Cash handschriftliche
Einreisepapiere vom Abreißblock, mit denen wir auch auf Fiji noch Spaß haben sollten.

Und am Ausgang des Flughafens stand er dann, unser Skipper-Papa-Ehemann Michael, endlich wieder zusammen nach 4,5 Monaten. Er sah weder verhungert noch lädiert aus. Von daher vielen Dank an die Crews vor uns, dass Ihr den Micha nicht so verschlissen habt. Dafür sind wir jetzt da. Nach 1,5 Tagen
Tonga kam es so, wie ich es von anderen Segeltörns aus Malle kenne, eine Starkwindfront mit hohen Wellen nähert sich, also alles verstauen nach dieser wahnsinns erholsamen langen Zeit auf Tonga und ab Richtung Fiji. Wir wollten ja gemütlich cruisen.

One Response to “Aus dem Paradies ins Paradies”

  1. Yoo Mac 26. Juni 2014 at 16:34 #

    Ja ja, gar nicht so einfach das Reisen, wenn man kein Weiterflug vorzeigen kann und unter Segel die Ländergrenzen überschreitet. Ich hoffe Du wurdest nicht allzu sehr durchgeschaukelt auf der Polaris und konntest den Törn auch genießen. In Kürze stößt ja Ricco nebst Anhang dazu. Ich hab ihn letzten Sonntag besucht und noch eins zwei Tipps fürs Blauwasserfischen mitgegeben. Ich hoffe er ist diesmal erfolgreicher als zuvor und kann in meine Fangerfolge noch toppen. In jedem Fall wünsche ich Euch allen viel gemeinsamen Spass an Bord und angenehmes Cruisen bei Sonnenschein.
    LG YooMac

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