Bula!


Nun sind auch die letzten Plätze auf der Polaris besetzt. Endlich sind wir seit Port Denarau acht Leute an Bord, die sich gerade in der Winterhitze entspannen und einen fetten Sonnenbrand holen. Bevor allerdings Geithners die Südsee erreichten, besuchten wir derweilen die Stadt Nadi (eine recht ungemütliche Stadt, zumindest der Teil, den wir im kurzen Eindruck mitbekommen konnten) und einen wunderschönen Orchideengarten (leider nicht sehr groß, aber dafür elegant angelegt). Auch startetet wir den Großputz, um uns auf den Crewwechsel vorzubereiten. Endlich weiß ich, was Mama immer mit „Klar Schiff“ zu Hause meinte. Zwei Tage wurden die Dichtung der Toilette repariert (von Papa), die Bordwand geschrubbt (auch von Papa), das Cockpit gesäubert und poliert (von mir und Roland), Wäsche gewaschen und Putzmittel sortiert (Mamas part) und das komplette Sortiement an Klamotten und Essen umgeräumt. Nebenbei machte mein Bruder wieder alles unordentlich. Beim Durchforsten des Bootes entdeckten wir ca. 50 Dosen Wurst, Mega viel Nudelsuppen und dutzende Tüten Grießbrei. Tja, das wars dann mit Diät. Nach diesem Tag hatten alle ausnahmslos Rückenschmerzen und ich war froh, mich noch mal in der Hängematte entspannen zu können. Bald kamen dann auch Ricco und Co dazu. Jetzt muss ich mir die Hängematte immer hart erkämpfen (auch der Kampf um die Ladestation für diverse Elektrogeräte hat begonnen). Zusammen mit Jenni, Pascal, Silke, Mama und Emil machte ich noch eine große Shoppingtour durch die Läden am Hafen von Port Denarau. Aber nun sollte lieber Jenni erzählen, wie sie denn überhaupt angekommen sind und welche Eindrücke der stahlblaue Himmel plus Palmen auf sie hinterlassen.

Bula an Alle! Ich erzähle euch nun von unserer Ankunft in der Südsee. Kaum aus dem Flieger gestiegen, mussten wir uns an einer langen Schlange anstellen, wo wir unsere leckere Salami abgeben mussten, da man nur Eingeschweißtes einführen durfte- Heul!!!
Danach wurde genau geprüft, ob wir denn wirklich mit der SY Polaris weiter nach Australien segeln. Wie bei der Crew vor uns, waren die fehlenden Rückflugtickets von den Fiji Inseln das Problem. Ist ja auch total unverständlich, auf eine Insel zu fliegen und 1500nm weiter von einer anderen Insel zurückzufliegen. Als dies dann geschafft war, wurde bei einer weiteren Kontrolle unsere Koffer geröntgt. Das war die nächste Herausforderung, denn da entdeckte man unsere kleine Gasflasche, die wir für das Boot mithatten. Es ist doch nicht normal, dass man eine Gasflasche mit in den Urlaub nimmt, oder? Da waren Riccos englische Erklärungskünste gefragt. Endlich konnten wir dann doch noch ein Taxi besteigen und ins Hotel fahren. Das erste war, dass wir alle erschöpft einschliefen. Nach dieser kurzen Pause ging es zum Boot, welches in den nächsten Wochen unser zu Hause sein wird. Die „alte Crew war am schrubben und räumen“. Wirklich gemütlich sah das nicht aus, aber zu meinem Geburtstag hingen im Cockpit Happy Birthday Wimpel und Luftballons, tolle Begrüßung. Das Abendessen zur Feier des Tages- logisch beim Italiener- wurde mit einer Schokoladengeburtstagstorte mit 14 Kerzen darauf, vielen lieben Glückwünschen und einem Ständchen der Restaurant-Crew versüßt und wenn ich schon einmal dabei bin, möchte ich mich bei allen ganz lieb dafür bedanken.

Am nächsten Tag war Pool für Frauen und Kinder angesagt, den ganzen Tag baden- herrlich (die Männer, die hingen im Mast, reparierten den Motor, eine Wante, diverse Schalter; man, müssen die vor uns auf dem Boot gehaust haben). Abends waren die nächste Geburtstagstorte und Restaurantbesuch dran, denn Peggy hatte Geburtstag. Jetzt ist nur noch Anni Ende Juli dran, wenn wir wahrscheinlich auf dem Ozean unterwegs sind. Da siehts schlecht mit Torte aus. Den riesigen Einkauf an Lebensmitteln für die nächsten Wochen, einschließlich der vergessenen Sachen in Deutschland, übernahmen meine Eltern und Micha.
Nun endlich sind wir am 03. 07. 2014 aufs Schiff gezogen und nach Musketcove bei Regen motort- na super. Nach Ankunft und aufregendem Anlegemanöver hieß es WLAN- Suche, aber die Eltern bestanden darauf, erst die Sachen in die Schränke zu sortieren. Am Abend gab es dann ein Treffen aller Regattateilnehmer mit Grillparty.
Und schon sind wir beim nächsten Tag und das Aufräumen und Putzen gehen weiter. Da müssen wir uns wohl beeilen, um diese traumhafte Insel mit Baden, Yoga, chillen ausnutzen zu können.

Das war der kurze Bericht über die nun achtköpfigen Crew, die in wenigen Tagen die Anker Richtung Vanuatu lichten wird!

Anni, Jenni

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