Interview mit Luis aus Zürich (31), IT-Berater

Interview mit Luis aus Zürich (31), IT-Berater
An Bord der Polaris im Indischen Ozean von Darwin bis Mauritius

Luis, es ist schwer, Dich einmal vom Steuer weg zu locken. Das Segeln scheint Dir wirklich Spaß zu machen. Was bringt Dich an Bord der Polaris?
Ich liebe das Reisen und dabei bevorzuge  ich ungewöhnliche Formen des Transportes und exotische Ziele. Ich habe bereits eine mehrmonatige Weltreise hinter mir und bin schon mit der Transsibirischen Eisenbahn durch China, Mongolei und Russland gefahren.

Und was reizte Dich am Segeltörn?
Ich habe gerade zwei Monate Zeit zwischen zwei Arbeitsverträgen und mein bester Freund segelte mit mir schon mehrfach auf dem Bodensee. Das war meine Motivation, mich online bei Hand gegen Koje einmal nach Mitsegelgelegenheiten umzuschauen und den offenen Ozean auszutesten.

Fiel die Entscheidung für die Polaris leicht?
Bei diesem Törn passt für mich einfach Alles zusammen. Auf der Barfußroute zu segeln bedeutet, es ist die meiste Zeit schön sonnig und heiß und ich bereise spannende tropische Inseln, die ich auf anderem Weg vermutlich nicht besuchen würde.

Bist Du schon seekrank geworden?
Ja, einen Tag lang quälte ich mich. Schuld waren ein Kater – der Vorabend war lustig -, die Dünung und ein leerer Magen. Ich empfehle jedem, an Bord genug zu essen.

Und was gibt es auf der Polaris Leckeres?
Seit Ricco die Yacht bestiegen hat, haben wir eine Sashimi-Flatrate. Sein Angelerfolg beschert uns eine Gourmetreise und ich kann den nächsten Thunfisch gar nicht mehr erwarten. Mit dem letzten Fang ging mein Geburtstagswunsch in Erfüllung.

Geburtstag mit einer fremden Crew mitten auf dem Indischen Ozean. Wie war das so?
Ja, kurz nach der Abreise von Cocos Keeling überraschte mich die Crew mit einer improvisierten Geburtstagsfeier. Es gab Luftballons, ein Gedicht für mich, Kuchen, Kerze, Geschenke, Sonne, gutes Essen und liebe Leute um mich herum. Was will man mehr?! [Anmerkung der Redaktion: Zur Geburtstagsfeier gibt es einen Blogbeitrag von Bea]

Gibt es gar nichts, was Du noch wünschen würdest an Bord?
Eine größere Koje wünscht sich wohl jeder, der auf einem Segelboot nbso reist. Und so sehr ich unserem Open Water Duschclub auf dem Heck der Yacht mag: Auf die lange Frischwasserdusche auf Mauritius, ohne Gedanken an den limitierten Wassertank, freue ich mich schon sehr

Erfüllt diese Reise Deine Erwartungen?
Es ist großartig und abenteuerlich, sich autark durch Wind und Wellen fortzubewegen und zusammen mit einer Crew inmitten von tiefblauem Wasser auf sich gestellt zu sein. Besonders aufregend fand ich die stürmische Nacht, in der ich bei Starkwind im Dunkeln die Yacht steuerte und mich mit den Crew-Kollegen stündlich abwechselte. Wir schliefen eingemummelt in unser Ölzeug an Deck und waren morgens stolz auf unsere sichere Fahrt.

Welche Destination hat Dir besonders gut gefallen bisher?
Mein absoluter Höhepunkt war das Kitesurfen auf Cocos West Island. Einen perfekteren Kitestrand kann man sich gar nicht vorstellen. Side shore wind, breiter Sandstrand, großes, flaches Stehrevier und ein Robinson Crusoe-Gefühl. Meine zwölf Quadratmeter und ich hatten jede Menge Spaß mit wenigen anderen Surfer und neuen Freunden aus der World Arc Community. Gern hätte ich mehr Zeit an den Orten, die wir besuchen, aber ich muss irgendwann wieder arbeiten.

Welchen Luxus gönnst Du Dir an Bord?
Ich verwöhne die Polaris-WG mit meiner großen Musikauswahl von Elektro, Salsa, Pop und Rock. Es scheint Allen zu gefallen und so träumen wir uns durch die Wellen.

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