Internationaler Frauentag auf der Polaris

Blogbeitrag von Sheila Rietscher

Wer am 8. März einmal in seinen Kalender geschaut hat, wird fest gestellt haben: Es ist der Internationale Frauentag.

Ja, es gibt ihn tatsächlich, noch, wieder, hier und da. Zu Zeiten des DDR-Regimes war der Internationale Frauentag in der gesamten sozialistischen, kommunistischen, sowjetischen Welt ein Grund, der Lehrerin eine Blume zu schenken, und so ziemlich jeder Frau zu gratulieren, dass sie nicht als Mann auf die Welt gekommen ist. Das ist doch wahrhaftig einen Feiertag wert! 🙂

In Deutschland mag man heute den Sinn des Muttertages eher nachvollziehen können als den Sinn des Frauentags. Aber wir wissen, dass in vielen Ländern, in die wir reisen, die Frau bei weitem nicht die gleichen Rechte genießt wie der Mann. Das Problem ist vielschichtig und soll an dieser Stelle nicht weiter vertieft werden. Dass wir Frauen ein Grund zum Jubeln sind, ist ja wohl allen klar.

 

Mit 1,5 Frauen an Bord, also Hilde und mir, dem halben Kerl – Ich darf mich an dieser Stelle nicht angreifbar machen, siehe den Nicht-Blog „Allein unter Männern“. –, ist die holde Weiblichkeit auf der Polaris klar unterrepräsentiert.

Wir versuchen das mit intensiver Einflussnahme auf die Grundbedürfnisse des Mannes – „Ihr esst, was wir kochen!“, „Keiner darf schlafen, wenn wir die Küche so laut wie möglich putzen!“, „Nein, das Badezimmer ist besetzt! Dort weicht gerade meine Unterwäsche ein und die möchte nicht gestört werden.“ – und auffällig freizügig-adretten Outfits, vorwiegend in Pink, auszugleichen. Und es hat funktioniert. Man hat uns wahrgenommen!

Na, wer ist hier das starke Geschlecht?

Na, wer ist hier das starke Geschlecht?

 

  • Michael ehrte uns zum Frühstück mit einer Schule äußerst agiler Delphine, die er online bei www.mobile-delfinshow.de bestellt hatte.
  • Kapitän Jan, der alte Charmeur und Origami-Meister, überreichte uns Bikini-Trägerinnen jeweils eine weiße Rose, kunstvoll gefaltet aus Papier. Meine trug zwei Dornen! Was auch immer er damit ausdrücken wollte.
  • Zum Mittag gab es warmen Kokoskuchen, frisch aus dem Gasbackofen. Herrlich! Zugegeben, den hatte Hilde gemacht.
  • Christians blau-weißer Köder – Schlumpf oder HSV-Mitglied? –, bescherte uns am Nachmittag einen kleinen, 40 Zentimeter langen Bluefin Tuna, den Jan geübt aus dem Wasser zog. Zur Feier des Tages durfte ich ihn in die ewigen Jagdgründe schicken und vier traumhafte, tiefrote Filets herauslösen, die Micha heute als Sashimi serviert.

 

Und die Götter schenkten uns über Nacht ein Etmal von 206 Seemeilen. Damit geht der Internationale Frauentag 2015 in die Geschichte der Polaris, der Atlantiküberquerung, der Weltumsegelung, ein. Darauf ein Gläschen Rum!

Ohne Coke Zero, Eis, Limetten, Sahne, Schirmchen, Hälmchen und Früchtchen. Ehrlicher, purer Zuckerrohrschnaps aus Brasilien auf die wunderbaren Frauen der Welt und die Polaris, die ja auch irgendwie eine Dame ist. Wer weiß, ob wir sonst so weit gekommen wären.

frischer Wind auf der Polaris

Ein Hoch auf uns Frauen und die Polaris!

 

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