Interview mit Carina

Jan: Hallo Carina, du fährst gerade auf der Polaris mit. Kannst du dich uns kurz vorstellen und erzählen wie du dazu kommst?

Carina: Ok, dann stelle ich mich mal kurz vor 🙂

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Ich bin Carina, 24, lebe in Berlin und studiere in Potsdam im Master Ökologie und Naturschutz. Und zur Polaris und der Espotoworldtour bin ich über meinen eigenen Reiseblog gekommen.

Auf meinem Reiseblog Last Paradise schreibe ich über meine Reisen rund um die Welt, die sich hauptsächlich auf Naturreisen spezialisieren. Als Ökologin bin ich halt am liebsten in der Natur unterwegs 😉

Einmal im Monat treffe ich mich in Potsdam beim Wordpress-Meetup in Potsdam (WordPress ist die Software für Blogs und Internetseiten), mit anderen WordPress-Benutzern, um meine eher marginalen Programmierungs-Kenntnisse aufzubessern. Dort habe ich Steffen von Teamgeist kennengelernt, der zu dieser Zeit für das Hochladen der Blogs verantwortlich war. Wir haben ein bisschen gequatscht und uns über unsere Projekte und Blogs ausgetauscht.

Da Steffen aber ein paar Wochen später wegen anderer Aufgaben keine Zeit mehr für den Espoto-Blog mehr hatte, wurde ein neuer Blogger gesucht. Tja, und da ich ja bereits Erfahrung mit Blogs und Social Media hatte, fiel die Wahl dann irgendwie auf mich 🙂

Als Revanche für das Bloggen durfte ich mir dann eine Etappe aussuchen, auf der ich die Polaris begleiten möchte. Und da fiel die Wahl natürlich nicht schwer und ich habe mir das Sahne-Schnittchen unter den verbleibenden Etappen ausgesucht:

Einmal Inselhopping in der Karibik!

Unsere Route verläuft übrigens folgendermaßen:

Von St. Lucia über Martinique, Dominica, Isle de Saintes (wo wir heute sind), Guadeloupe und dann eine Woche Anitgua, wo eines der weltweit aufregendsten Regatten stattfindet, die Antigua Sailing Week. Von Antigua geht’s dann noch auf die Britischen Jungerferninseln, wo mein Segeltörn endet und die ARC Europe startet.

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Jan: Wie ist dein erster Eindruck von der Crew und dem Leben an Bord eines Segelschiffs?

Carina: Die jetzige Crew ist ja ziemlich reduziert. Micha und seine Familie habe ich nur wenige Tage erlebt, da sie direkt nach dem Einlaufen in St. Lucia wieder nach Hause gefahren sind. Trotzdem war es toll, Micha zu treffen und ein wenig von seinem Esprit und Unternehmergeist mitzubekommen.

Doch Skipper Jan, der alte Seebär, und Christian, die gute Seele des Schiffs, sind uns noch erhalten geblieben. Außerdem ist noch Andrea dabei, die, genau wie ich, die Karibik-Inseletappe mitmacht.

Mir gefällt das Leben an Bord sehr gut, obwohl ich mich die ersten Tage schon noch an das ganze Geschaukel, besonders unter Deck, gewöhnen musste. Als ich dann aber das erste Mal unter Deck gekocht habe, und dass bei dem schaukelndsten Hafen, den wir bisher angelaufen haben, war danach alles ok.

Mittlerweile macht mir das Segeln richtig Spass und ich bin fast enttäuscht, wenn wir mit nur 5 Knoten vorran kommen.

Auch habe ich in den wenigen Tagen, wo noch alle Boote der World Arc zusammen waren, viele tolle und inspirerende Menschen kennengelernt, die ihr Träume vom Reisen und Segeln leben und mit einem einfachen Boot die Meere dieser Welt entdecken.

Ansonsten hat das Leben an Bord kaum Entbehrungen, das einzige womit ich momentan noch ein bisschen hadere, ist die Sache mit dem Strom und dem Internet.

Dass ich öfters nach dem Internet suchen muss, war mir im Voraus schon klar, aber dass das Laden meines Foto-Akkus häufig zum Problem werden könnte, hab ich nicht bedacht. Und für mich als Foto-Junkie bedeutet das zum Einen sparsam mit dem Akku umgehen und zum anderen im nach Steckdosen Ausschau halten 😉

Jan: Du kommst von der Ostseeküste, aus Flensburg. Wie sieht‘s da mit deiner bisherigen Segelerfahrung aus?

Carina: Tja, obwohl ich aus einem der schönsten Segelreviere Deutschlands komme und viele meine Freunde bereits als Kinder in ihren Optis saßen, ist das an mir leider vorbeigegangen.

Mit 12 war ich dennoch das erste Mal länger segeln, auf einem Plattbodenschiff auf dem holländischen Ijsselmeer und dann später noch mal eine Woche Segelurlaub an der dänischen Ostseeküste.

Dennoch kann man da nicht wirklich von Segelerfahrung sprechen, da ich ja mehr mitgefahren bin, als selbstständig gesegelt zu sein.

Aber das ändert sich ja zum Glück gerade 😉

Jan: Was ist deine Aufgabe während der Etappe?

Carina: Während meiner Etappe pflege ich den Blog, also schreibe die Artikel, lade Fotos hoch, poste Artikel auf Facebook und versuche euch, so gut es geht (Internet ist hier meist etwas schwierig) auf dem Laufenden zu halten.

Aber auch nach meiner Etappe wird die Aufgabe weitergehen und zwar werde ich auch weiterhin die Artikel der Crew hochladen, wenn sie sich zum Beispiel mitten auf dem Atlantik befinden und nur wenige Kilobytes versenden können.

Also, ihr könnt euch auch weiterhin über spannende und kurzweilige Berichte aus dem Leben der Weltumsegler freuen 🙂

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Übrigens könnt ihr die Polaris gerade nicht mehr über Yellowbrick verfolgen, da die World ARC jetzte ja vorbei ist, aber unter Marine Traffic sind wir immernoch zu finden!

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