Von Lagos nach Baiona

Ein schönes Ende, ein schöner Anfang:

Das Abschlussdinner der ARC Europe am Sonntagabend ist für die meisten die Gelegenheit nochmal ihre Atlantiküberquerung zu feiern, für mich hingegen ein tolles Ankommen und Einstimmen auf die nächsten Wochen auf dem Wasser.

Gruppenselfie mit der neuen Crew!

Gruppenselfie mit der neuen Crew!

Am Montag werden die letzten Vorbereitungen getroffen, bevor wir starten:

Der Mechaniker kommt vorbei, um den Motor wieder fit zu machen und die Crew für die nächste Woche kommt an Bord. Damit es am nächsten Tag für die 85 Seemeilen-Etappe von Lagos nach Sines früh losgehen kann, fahren wir schon abends vor die Klappbrücke, um am nächsten Tag pünktlich zum Sonnenaufgang zu starten.

Die fünfzehn Stunden Strecke stellt sich für uns fünf Neuzugänge nach dem anfangs ungewohnten Geschaukel, als ein sehr schöner erster Segeltag heraus.

In den nächsten Tagen auf dem Weg die Küste hoch machen wir neben spektakulärer Steilküste und Delfinen auch ungewöhnlichere Sichtungen:

Nach einer Begegnung mit einigen Kriegsschiffen auf dem Weg von Sines nach Setúbal bekommen wir auf der Strecke nach Cascais Besuch von einem U-Boot – nicht ganz, das was wir erwartet hatten, als wir morgens nach den Bottlenose-Delfinen Ausschau hielten, die in der Bucht vor Setúbal wohnen.

Ankunft in Lissabon

Ankunft in Lissabon

Angekommen nach vier Tagen in Lissabon ist nochmal gemeinsames Essen und Trinkengehen auf dem Programm und, wer mag, kann sich auf den 26 Meter-Mast der Polaris hinaufziehen lassen, um die Stadt und auch das Boot aus anderer Perspektive zu sehen.

Mal die Perspektive wechseln...

Mal die Perspektive wechseln…

Dann heißt es auch schon Crew-Wechsel: Vier von Bord, zwei wieder rauf und aufs Wasser raus.

Von Montag bis Donnerstag machen wir uns bei zunächst vielen Wolken, schönem Schwell und leider nicht ganz so viel Wind wie gewünscht über Peniche, Figueira da Foz und Porto auf den Weg bis nach Spanien.

Neben mehr Motorstunden als uns allen lieb ist, kommen wir nachmittags, wenn der Wind endlich ein bisschen aufdreht, trotzdem zum Segeln bei strahlender Sonne und schöner Welle.

Dabei immer schön im Slalom um die katastrophal markierten Fischernetze, denen wir auf der Strecke nach Porto endlich ein bisschen Konkurrenz machen:

Sechs Makrelen lassen sich endlich von Christians neuem Bling-Bling-Köder überzeugen und wir können unseren Portugal-Fischfangrekord mit frischem Sashimi feiern.

Die frischen Makrelen...

Die frischen Makrelen…

... ergeben ein leckeres Sashimi!

… ergeben ein leckeres Sashimi!

In Baiona, Spanien, endlich angekommen ist nach den langen letzten Tagen mal ein Moment um durchzuatmen, bevor es ums Cap Finisterre nach La Coruña geht. Weil an dem finsteren Kap gerade ein Tiefdruckgebiet ordentlich um die Ecke pustet, heißt es warten.

So haben wir Zeit, die Vorräte aufzufüllen und das Boot wieder klarzumachen, bevor es dann zu unserer bisher längsten Etappe von 120 Seemeilen Richtung Biscaya losgeht.

Immer weiter über's Meer...

Immer weiter über’s Meer…

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